Feuerbestattung: Alle Infos zu Kosten, Ablauf & Vorschriften

Stefan Atz

Verfasst von Stefan Atz

8. September 2021Lesezeit: 6 Minuten

Stefan Atz

Die wichtigsten Infos

Ob man sich nach dem Ableben für eine Erd- oder Feuerbestattung entscheidet, ist jedem selbst überlassen. Entscheidet man sich jedoch für eine Feuerbestattung, hat man im Anschluss eine Vielzahl an Beisetzungsmöglichkeiten, denn die Feuerbestattung ist nicht nur der Grundstein für eine Urne zu Hause, sondern auch für eine Urnenbeisetzung, eine Baumbestattung und eine Seebestattung. Außerdem kann auf Wunsch aus einem Teil der Kremationsasche Erinnerungsschmuck hergestellt werden.

Was ist eine Feuerbestattung?

Die Feuerbestattung, auch Kremation oder Kremierung ge­nannt, ist eine der ältesten Bestattungs­arten der Welt.

Unter dem Begriff Feuerbestattung versteht man die Einäscherung des Verstorbenen in einem Krematorium. Feuer­bestattungen werden in fast allen Ländern praktiziert, es gibt aber regionale Unterschiede.

Das erste Krematorium in Österreich wurde 1922 in Wien erbaut. Außer im Burgenland gibt es heute in allen Bundesländern Krematorien. Das größte Krematorium ist die Feuerhalle Simmering in Wien.

Mittlerweile lösen Feuerbestattungen immer öfter traditionelle Erdbestattungen ab.

Der Anteil der Kremierungen beträgt heute bereits mehr als 40 Prozent, wobei die Tendenz steigend ist (siehe Infografik). In Österreich gibt es regionale Unterschiede hinsichtlich Feuer- oder Erdbestattung.

So lassen sich in Westösterreich 3 von 4 Menschen nach dem Tod einäschern, in Ostösterreich 1 von 4 Menschen. Doch warum wird die Feuerbestattung allgemein immer beliebter?

Anteil der Kremierungen in Prozent seit 1995, Datenquelle: Wiener Zeitung

5 Vorteile einer Feuerbestattung

Wieso werden Feuerbestattungen immer beliebter? Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, warum eine Feuerbestattung gewählt wird. Hier sind 5 der häufigsten Gründe:

  • Geringere Kosten im Vergleich zu einer Erdbestattung
  • Flexibilität bei der Wahl der Beisetzungsmöglichkeiten
  • Voraussetzung für alle alternativen Bestattungsarten
  • Je nach Beisetzungsart Wegfall der Grabpflege
  • Möglichkeit, die Urne zu Hause aufzubewahren

Die genauen Kosten für eine Kremation ermitteln? Mit unserem Bestattungskostenrechner ist dies in nur 2 Minuten möglich!

Ablauf einer Feuerbestattung

Bei der Kremation wird der Sarg, in welchem sich der Leichnam befindet, in den Kremationsofen geschoben. Von dort aus wird er in die Hauptbrennkammer befördert. Die Verbrennung läuft folgendermaßen ab:

  • Einbettung des Verstorbenen in einen einfachen Holzsarg
  • Überführung des Leichnams in ein Krematorium
  • Kennzeichnung des Sarges mit einem feuerfesten Schamottestein mit eindeutiger Nummer
  • Einfuhr des Sarges in den Kremationsofen
  • Nach ca. zwei Stunden (je nach Körpergewicht) ist der Prozess der Einäscherung abgeschlossen
  • Im Anschluss kühlt alles im Aschekasten aus
  • Darauf folgt die Ascheaufbereitung. Hier werden alle Objekte entfernt, die bei der Kremierung nicht verbrannt sind, wie etwa Implantate
  • Asche des bzw. der Verstorbenen wird mitsamt des Schamottesteins in eine Aschekapsel gefüllt und in die Urne gegeben
  • Die Urne wird verschlossen und beschriftet
  • Nun ist die Urne zur Abholung bereit

Einen guten Überblick darüber, wie eine Feuerbestattung vor sich geht, bietet das folgende Video über die Feuerbestattung OÖ. Wir möchten darauf hinweisen, dass der Ablauf einer Kremation in diesem sehr detailliert beschrieben und auch gezeigt wird, weswegen das Video möglicherweise nicht für alle Leser geeignet ist.

Aufgrund der Kremation kann die Dauer bis zur Beerdigung länger sein als bei einer Erdbestattung. Die Trauerfeier kann vor der Einäscherung am Sarg oder nach der Kremierung an der Urne abgehalten werden. Natürlich sind aber auch beide Varianten möglich, beispielsweise eine öffentliche Trauerfeier und eine kleine Feier im Kreise der Familie.

Voraussetzung für eine Kremation

In Österreich ist genau geregelt, wann eine Kremation stattfinden darf: Es ist zwingend erforderlich, dass die Identität des oder der Toten eindeutig geklärt ist, bevor eine Feuerbestattung vollzogen werden darf.

Zudem muss der Tod bei der jeweils zuständigen Behörde angezeigt worden sein - das Vorliegen einer Sterbeurkunde ist Pflicht. Vor der eigentlichen Kremation muss eine zweite Leichenschau stattfinden. Diese ist Voraussetzungen für die Freigabe zur Feuerbestattung.

Welche Möglichkeiten habe ich bei der Wahl der Urne?

Eine Urne können Sie je nach persönlichem Geschmack und Bestattungsart auswählen. Dabei gibt es zahlreiche Variationen.

Nach der Kremierung wird die Asche lediglich in eine Aschekapsel gefüllt, welche nur dem Zweck der Sicherung dient. Für die Trauerfeier selbst wählen Sie eine sogenannte Schmuckurne.

Dabei haben Sie bei der Auswahl der Materialien sowie der Gestaltung völlig freie Auswahl.

Unterschiedliche Holzarten, Steine, Keramik oder Stoffe – es gibt eine Vielzahl an Designs, Formen und Farben. Lediglich bei manchen Naturbestattungen wie der See-, oder Baumbestattung muss das Urnenmaterial aus löslichen Stoffen, wie zum Beispiel Pappmaché oder Salz gefertigt sein.

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Wie kann ich die Beisetzung gestalten?

Die Bestattung kann ganz nach Ihren Vorstellungen gestaltet werden. Wir unterstützen Sie bei allen Schritten, von der Auswahl der Beisetzungsart, über die Wahl eines Trauerredners bis zur Gestaltung des Blumenschmucks.

Nach der Kremierung kann man zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten der Beisetzung wählen. Unabhängig von Konfession und vom Wohnort kann man eine Form wählen, die den persönlichen und individuellen Vorstellungen und Vorlieben entspricht.

Nachfolgend möchten wir Ihnen häufige Möglichkeiten vorstellen. Je nach Variante kommen unterschiedliche Kosten auf Sie zu. Wir informieren und begleiten sie gerne bei allen Schritten.

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Bestattung der Urne am Friedhof

Friedhöfe bieten meist verschiedene Formen der Urnenbeisetzung an. Neben den Kosten für die Grabnutzung unterschieden sie sich auch darin, ob das Grab zu pflegen ist.

  • Urnengrab: Bei Erdurnengräber können Grabanlage und Grabstein selbst gestaltet werden und es ist mit einer Grabpflege verbunden. Auch eine Beisetzung im klassischen Familiengrab ist möglich.
  • Urnenstele: Ein hohes, pfeilerartiges Grabmal, in das die Urne eingesetzt wird.
  • Kolumbarium: eine Wand mit Urnenkammern, die mit Steinplatten verschlossen werden, hier entfällt die Grabpflege.
  • Urnengarten: Auf dem Wiener Zentralfriedhof können Urnen beispielsweise unter Blütenstauden beigesetzt werden.

Beisetzung der Urne in der Natur

Unter Naturbestattung versteht man eine Reihe unterschiedlicher Bestattungsarten in der freien Natur. Hier gibt es eine große Anzahl an alternativen Bestattungsformen:

  • Baumbestattung: Die Urne wird im Wurzelwerk eines Baumes beigesetzt
  • See- oder Flussbestattung: Die Asche wird in einer speziellen Urne einem Gewässer übergeben. In Österreich ist dies auf der Donau möglich
  • Luftbestattung: Im benachbarten Ausland (z.B. Schweiz, Tatra Gebirge) darf die Asche der Luft (z.B. von einem Heißluftballon oder Flugzeug) übergeben werden

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Aufbewahrung einer Urne zu Hause

Nach Einholung einer behördlichen Genehmigung ist das Aufbewahren der Urne zu Hause möglich. Für diese Form der Bestattung eignen sich besonders Gedenkurnen, die kreativ gestaltet werden können. Wenn die Gemeinde dies erlaubt, kann auch eine Urnenbeisetzung im eigenen Garten durchgeführt werden. Hinzu kommt, dass die Aufbewahrung der Urne in den eigenen Vier Wänden die kostengünstigste Möglichkeit der Bestattung ist - mehr dazu erfahren Se weiter unten im Artikel. Wir haben außerdem für Sie alle notwendigen Voraussetzungen und Schritte zusammengefasst.

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Edelsteinbestattung

Bei der Edelsteinbestattung wird ein Teil der Asche der/des Verstorbenen zu einem Edelstein veredelt. Dieser Edelstein kann anschließend beispielsweise in einen Ring oder eine Halskette eingelassen werden – eine individuelle und persönliche Art des Gedenkens.

Weltraumbestattung

Die wohl außergewöhnlichste Art der Bestattung: Ein kleiner Teil der Asche wird mittels Trägerrakete in den Weltraum transportiert und dort auf eine bestimmte Umlaufbahn gebracht. Naturgemäß sind hier die Wartezeiten lang und die Kosten relativ hoch.

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Kosten einer Feuerbestattung

Wie auch bei einer Erdbestattung fallen bei einer Feuerbestattung vor allem die Kosten für Bestatterleistungen, wie die Überführung und hygienische Versorgung des Leichnams sowie die Kosten für Kremierung, Trauerfeier und Urne ins Gewicht. Es gibt große preisliche Unterschiede zwischen einer Beisetzung am Friedhof und den verschiedenen Formen der Naturbestattung.

Beispiel für die Kosten einer Feuerbestattung in Wien, mit einer optionalen Beisetzung mit Trauerfeier oder einer Urnenaufbewahrung zu Hause:

Bestatterleistungen - Feuerbestattung

Basisleistungen BestatterKosten
Vollumfängliche Organisation der Bestattung (Behördenwege, Formalitäten, Friedhof)inklusive
Abholung der/des Verstorbenen und weitere Überführungen im Umkreis von 50 kminklusive
Hygienische Versorgung der/des Verstorbeneninklusive
Ein- bzw. Umkleiden (wahlweise in eigener Kleidung oder einem Totenhemdinklusive
Einäscherung inkl. Aschekapselinklusive
Übergabe der Urneinklusive
Summe Basisleistungen1.610€
Sarg für die Kremation & UrneKosten
Kremationssargab 390€
Urneab 99€
Summe ab 489€

Hier finden Sie einen Überblick über unser Urnensortiment.

Fremdleistungen & Gebühren - Feuerbestattung

FriedhofsgebührenKosten
Beisetzungsgebühren am Friedhofab 200€
Grabnutzungsrecht (10 Jahre)ab 550€
Summe Friedhofsgebührenab 750€
Sonstige GebührenKosten
Krankenhausgebühren & Totenbeschauab 150€
Kühlraumgebührenab 50€
Standesamtgebühr für Sterbeurkundeab 10€
Summe Sonstige Gebührenab 210€

Optionale Leistungen - Feuerbestattung

Trauerfeier bzw. Beisetzung am FriedhofKosten
Feierliche Sargverabschiedung (inkl. Aufbahrungshalle)ab 818€
Feierliche Urnenbeisetzung (inkl. Aufbahrungshalle)ab 792€
Stille Urnenbeisetzung am Friedhofab 180€
Summe Beisetzung am Friedhofab 180€
Sonstige optionale LeistungenKosten
Trauerrednerab 295€
Live-Musikab 180€
Projektor & Leinwand Trauerfeierab 250€
Live Streaming Trauerfeierab 195€
Blumenschmuckab 75€
Grabkreuzab 90€
Sargkreuzab 42€
Kondolenzbuchab 38€
Trauerdruckab 60€

Die billigste Möglichkeit: Urne zu Hause

Viele Personen entscheiden sich nach einer Kremation für die Urne zu Hause. Warum ist das so?

Ein wichtiger Grund kann die unmittelbare Nähe zur verstorbenen Person sein - dies erleichtert die Trauerarbeit.

Hinzu kommen praktische Gründe – die oftmals weite Anreise zu einem Friedhof bleibt aus.Besonders aus finanzieller Sicht lässt sich die Verwahrung der Urne zu Hause befürworten - denn hierbei sparen Sie mehrere 1.000€ Kosten für Sarg, Beisetzungsgebühr, Grabstelle, Steinmetzarbeiten & Grabpflege.

Das Wichtigste über die Urne zu Hause

Stand der Informationen: Juli 2021

  • Das Aufbewahren einer Urne zu Hause ist in Österreich erlaubt, es müssen lediglich die Zustimmung des Grundstückseigentümers und der Gemeinde vorliegen.
  • Jedoch ist die eigenhändige Entnahme und das Verstreuen der Asche verboten.
  • Jedes Bundesland hat eigene diesbezügliche Voraussetzungen. Sie finden diese in unserem Hauptartikel zur Urne zu Hause.
  • Die Kosten für eine Urne zu Hause bewegen sich je nach Bundesland zwischen 1.890 € und 2.090 € und inkludieren bei Benu alle Leistungen von Abholung, Kremation, Unterstützung bei der Genehmigung, Urne bis zur Aushändigung.
  • Die Bestattung der Urne im eigenen Garten ist möglich, mit einem Antrag auf eine Privatbegräbnisstätte. Auch hier unterstützen wir Sie.
  • Bei einem Ortswechsel muss die Urne zu Hause erneut beantragt werden.
  • Die Entnahme einer Teilmenge zur Fertigung von Gedenkschmuck, Edelsteinen und Diamanten ist ebenfalls möglich, muss jedoch durch den Bestatter entfolgen.
  • Benu hat viel Erfahrung mit dem Thema Urne zu Hause und unterstützt Sie bei allen Schritten und Fragen. Sie können bequem von zuhause aus eine Feuerbestattung online planen und beauftragen. Gerne stehen wir Ihnen für diesbezügliche Fragen jederzeit telefonisch unter 0800 88 44 04 zur Verfügung.

Was kostet eine Feuerbestattung in Österreich und gibt es regionale Unterschiede beim Preis?

Zwischen den Bundesländern gibt es preisliche Unterschiede. Eine Feuerbestattung in Innsbruck ist beispielsweise billiger als eine Feuerbestattung in Graz oder Linz. Hier finden Sie eine Übersicht über unsere Kosten für eine Feuerbestattung.

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Feuerbestattungen in den verschiedenen Religionen

Seit wann sind Feuerbestattungen im Christentum erlaubt?

Im Christentum waren Feuerbestattungen lange Zeit gänzlich verboten. Die evangelischen Kirchen gaben 1920 ihren Widerstand gegen die immer populärer werdende Kremation auf. Seit 1963 erlaubt der Vatikan die Feuerbestattung auch für Katholiken. In den orthodoxen Kirchen wird die Feuerbestattung weiterhin abgelehnt.

Feuerbestattungen in anderen Religionen

Auch in anderen Weltreligionen sind Feuerbestattungen durchaus üblich. Im Buddhismus ist die Feuerbestattung beispielsweise die am weitesten verbreitete Bestattungsart. Auch im Hinduismus ist die Feuerbestattung ein festes Ritual nach dem Tod eines/einer Angehörigen.

Im Judentum ist die Feuerbestattung verboten, wohingegen neuere Strömungen innerhalb der jüdischen Religion inzwischen auch Feuerbestattungen gestatten. Im Islam ist die Feuerbestattung strikt verboten, da nur Allah selbst über das Feuer richten darf.

Fotographie einer Feuerbestattung in Varanasi.

Häufig gestellte Fragen

Die Kosten für eine Feuerbestattung beginnen bei ca. 1.610€ und variieren abhängig vom Bundesland. Je nach zusätzlichen Leistungen wie Trauerfeier, Blumenschmuck, Trauerredner etc. fallen dabei noch weitere Kosten an. Im folgenden finden Sie eine genaue Aufstellung der Kosten einer Kremation inklusive Beisetzung.

Zur Tabelle für die Kosten einer Feuerbestattung.

Die Dauer bis zur Beisetzung liegt im Schnitt bei etwas über 1 Woche. In dieser Zeit wird die oder der Verstorbene in das Kramatorium überführt, in einen Holzsarg gebettet und mit einem feuerfesten Schamottstein gekennzeichnet. Nach der Kremierung wird die Asche in eine Aschekapsel gefüllt und steht den Angehörigen zur Abholung bereit.

Nach der Kremierung gibt es viele Möglichkeiten einer Beisetzung. So kann die Bestattung einerseits auf einem Friedhof stattfinden, andererseits kann die Asche auch im Rahmen einer Naturbestattung wie der Baum- oder Donaubestattung beigesetzt werden. Auch ausgefallenere Möglichkeiten wie eine Edelstein- oder Weltraumbestattung kommen nach der Einäscherung infrage.

In Österreich ist es grundsätzlich nicht erlaubt, die Asche einer Urne im Garten zu verstreuen. Es ist strengstens untersagt, eine Urne ohne Genehmigung zu öffnen. Dies kann mit hohen Geldstrafen geahndet werden.

In Österreich ist die Luftbestattung derzeit nicht erlaubt. Es gibt allerdings Möglichkeiten für eine Luftbestattung in Nachbarländern wie der Schweiz. In Österreich dagegen erlaubt sind Urnen- Baum- oder Donaubestattungen. Außerdem darf nach behördlicher Genehmigung und mit der Zustimmung des Grundstückseigentümers eine Urne auch zu Hause aufgestellt werden.

Das Aufbewahren einer Urne zu Hause ist in Österreich erlaubt - es müssen hierfür die Zustimmung des Grundstückseigentümers und der Gemeinde vorliegen. Die eigenhändige Entnahme und das Verstreuen der Asche ist jedoch verboten.

Jedes Bundesland hat für die Urne zu Hause eigene Voraussetzungen. Sie finden diese in unserem Hauptartikel zur Urne zu Hause zusammengefasst.

Feuerbestattungen werden von Krematorien angeboten. In Österreich gibt es 17 Krematorien, welche sich auf die Bundesländer verteilen. Das einzige Bundesland, in dem es kein Krematorium gibt, ist das Burgenland. Hier finden Sie alle Krematorien in Österreich im Überblick.

Haustiere werden in speziellen Tierkrematorien eingeäschert. In manchen Regionen gibt es eigene Haustierfriedhöfe, auf denen Sie Ihre Haustiere beisetzen können.

Die Asche wird nach der Verbrennung in eine Aschekapsel gefüllt, welche wiederum in eine Urne gesetzt wird. Für die Einäscherung werden schlichte Kremationssärge verwendet, welche ohne Schrauben gebaut sind. So bleiben neben der Asche keine anderen Rückstände übrig.

Für die Einäscherung ist ein Sarg vorgeschrieben. Diese fallen schlichter aus als solche für die Erdbestattung. Meist sind die Kremationssärge aus einfachem Kiefernholz gearbeitet und daher günstiger als Särge für Erdbestattungen.

Im Unterschied zu Särgen für Erdbestattungen werden Kremationssärge auch nur geleimt und nicht verschraubt, damit nach der Verbrennung lediglich die Asche zurückbleibt.

In Österreich gibt es genaue Regelungen, wann eine Kremation stattfinden darf. Zunächst ist es zwingend erforderlich, dass die Identität des Toten eindeutig geklärt ist, bevor eine Feuerbestattung vollzogen werden darf.

Außerdem muss der Tot bei der jeweils zuständigen Behörde angezeigt worden sein. Demensprechend ist das Vorliegen einer Sterbeurkunde Pflicht. Bevor das Krematorium mit der Einäscherung beginnt, muss eine weitere ärztliche Untersuchung durchgeführt werden. Erst nach diesem Prozedere darf die Kremierung stattfinden.

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